Bundesregierung veröffentlicht Energiewende-Fahrplan

Die deutsche Bundesregierung hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 wollen wir Treibhausgasemissionen weitgehend vermeiden. Um das zu erreichen, müssen schon jetzt konkrete Maßnahmen eingeleitet werden. Das kürzlich veröffentlichte Impulspapier „Strom 2030“ eröffnet die Debatte um die Gestaltung der Energiewende und die damit verbundene Transformation vom Strommarkt 2.0 zum Energiemarkt 2.0.

 

Nachhaltiger Energieversorgung ist Grundlage der Energiewende

Die zukünftige Gestaltung des Energiemarktes ist eine der wichtigsten bundespolitischen Aufgaben. Das Impulspapier zeigt langfristige Trends und wirft die Frage nach aktuellen energiepolitischen Aufgaben auf. Übergreifende Ziele sind das Sicherstellen einer kostengünstigen und klimafreundlichen Stromversorgung sowie die drastische Reduktion von Treibhausgasemissionen bis 2050.

Wichtige Punkte auf dem Weg zur Zielerreichung sind unter anderem Marktausbau, Fokus auf Energieeffizienz und die Harmonisierung der europäischen Energiepolitik.

 

Trotz guter Ansätze besteht Verbesserungsbedarf

Das Impulspapier enthält grundsätzlich richtige Ansätze. Allerdings sind die Ziele insbesondere bezogen auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen noch relativ niedrig gesteckt.

Will die Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050 ernsthaft umsetzen, müssen konkretere Vorgaben gestellt werden. Zum Beispiel könne mit einem zeitnahen Fahrplan zum Kohleausstieg schon heute ein Grundstein für den zukünftigen Strommix gelegt werden.

Durch die Umsetzung eines entsprechenden Fahrplans könnten bestehenden Überkapazitäten planbar abgebaut werden.

Das Impulspapier steht nun zur Diskussion offen. Alle beteiligten Akteure sind dazu eingeladen, bis zum 31. Oktober 2016 Stellungnahmen an das BMWi zu schicken.

Die Endfassung des Papiers wird darüber entscheiden, ob Deutschland weiter eine Vorreiterrolle in einer zukunftsweisenden Stromversorgung einnimmt und nachhaltige Arbeitsplätze schafft – oder ob an einem starren und alten System festgehalten wird.