Wird Südamerika Vorreiter in erneuerbaren Energien?

Eine neue Studie zeigt: Bis 2030 ist es möglich, die komplette Stromversorgung Südamerikas aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Diese Entwicklung wäre nicht nur für das Klima, sondern auch finanziell gesehen die beste Option: Die Stromgewinnung aus Erneuerbaren würde den Ländern billiger kommen als weiteres Vertrauen auf fossile Brennstoffe.

Erneuerbare Energien sind billig und effizient

Christian Breyer, Leiter der an der finnischen Universität Lappeenrantha durchgeführten Studie, betont Südamerikas einzigartiges Nutzungspotenzial für Erneuerbare Energien:

„Südamerika hat ein einzigartiges EE-Potenzial: Patagonien ist einer der besten Standorte für Windkraft, die Atacama-Wüste für Solarenergie, Wasserkraft wird bereits umfangreich genutzt, und auch das Biomasse-Potenzial ist beeindruckend. Daher zählt Südamerika zu den günstigsten Regionen, um sein Energiesystem auf 100 % erneuerbare Energien umzustellen“.

Energiespeicher garantieren konstantes Angebot

Ein komplett regeneratives System bestünde zum größten Teil aus Photovoltaik und einem signifikanten Anteil von Energie aus Wasserkraft und Windkraft.

Aufgrund der hohen Wind- und Solarstrom-Erzeugung und der vielen Staudämme wären nicht viele Energiespeicher nötig. Staubecken könnten als Speicher für Solar- und Windstrom genutzt werden und somit Angebot und Nachfrage ausbalancieren.