Stromspeicher: Das sollten Sie beim Kauf beachten

Stromspeicher werden bei Besitzern einer Photovoltaik-Anlage für private und gewerbliche Zwecke immer beliebter. Beim Kauf eines Stromspeichers ist allerdings einiges zu beachten: Wie Solarstromspeicher ausgelegt werden sollten, welche Speichertypen und Systeme es gibt und wie diese gefördert werden. Eine neue Broschüre des Umweltministeriums Baden-Württemberg erklärt, worauf es bei der Wahl des passenden Speichers und der Förderung ankommt.

 

Strom speichern – wie funktioniert das?

Ein Stromspeicher erlaubt Besitzern einer Photovoltaik-Anlage, den produzierten Solarstrom auch am Morgen oder in der Nacht zu nutzen. Das ist sinnvoll: Zu diesen Zeiten wird in einem durchschnittlichen Haushalt die meiste Energie benötigt, während der Energiebedarf tagsüber niedrig ist. Der am Tag erzeugte Solarstrom wird in den Speicher geladen und steht daraufhin zur späteren Nutzung zur Verfügung.

Auf diese Weise wird ein größtmöglicher Anteil des produzierten Stroms auch selbst verbraucht. Damit erhöht sich die Atuarkie und Unabhängigkeit vom Stromversorger.  In der Broschüre des Umweltministeriums wird ein konkretes Beispiel zur Verdeutlichung gegeben:

„Eine Batterie mit einer nutzbaren Speicherkapazität von 4 kWh erhöht in dem konkreten Beispiel den Eigenverbrauchsanteil auf etwa 60 Prozent und den Autarkiegrad auf etwa 55 Prozent.“

Wie werden Stromspeicher in eine bestehende PV-Anlage integriert?

Grundsätzlich kann jede Solaranlage mit einem Stromspeicher nachgerüstet werden. Dazu wird in der Regel neben dem vorhandenen Photovoltaik-Wechselrichter noch ein Batteriewechselrichter benötigt. Eine Alternative zu zwei Wechselrichtern stellt der Hybrid-Wechselrichter dar. Welche Möglichkeit am sinnvollsten ist, kommt auf die Gegebenheiten vor Ort an. Eine Aufrüstung ist den meisten Fällen unproblematisch.

Wichtige Fragen im Voraus abklären

Der Zweck eines Stromspeichers ist es, den Autarkiegrad zu erhöhen und die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung zu optimieren. Damit diese Ziele erreicht werden, ist eine genaue Planung der Anschaffung notwendig. Es gibt verschiedene Typen und Technologien von Stromspeichern, die jeweils unterschiedliche Zwecke erfüllen.

Speichertypen und Technologien

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Strom zu speichern: Direkte Speicherung durch Kondensatoren oder Spulen, indirekte Speicherung durch Umwandlung in eine andere Energieform und die chemische Speicherung in Batterien und Akkus. Diese Methode ist hinlänglich erprobt und für die Photovoltaik am gängigsten. Die am weitesten verbreiteten Stromspeicher sind Lithium-Ionen-Batterien und Batterien auf Bleibasis.

Die beiden Batterietypen unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten: Kosten, Wirkungsgrad, Lebensdauer, Entladetiefe, Lagerung und Wartung. Dabei sind Kosten und Wirkungsgrad die Punkte, die am offensichtlichsten die Kaufentscheidung bewegen. Dabei relativieren sich die Investitionskosten in Bezug auf den Wirkungsgrad.

Dem Umweltministerium zufolge ist der Wirkungsgrad von Lithium-Ionen-Batterien grundsätzlich höher als der von Blei-Akkus.

Förderung von Stromspeichern

Die Neuinstallation von Stromspeichern sowie die Nachrüstung einer bestehenden Photovoltaik-Anlage werden staatlich gefördert. Die Förderung setzt sich aus einem zinsgünstigen Kredit der KfW-Bankengruppe und einem Tilgungszuschuss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zusammen. Lesen Sie hier, weshalb Sie gerade jetzt von staatlichen Förderungen profitieren.

Noch Fragen?

Haben Sie noch offene Fragen, wenden Sie sich an unsere Experten. In jedem Fall ist es die beste Lösung, die Gegebenheiten vor Ort von einem Fachkundigen bewerten zu lassen. Wir finden gerne gemeinsam mit Ihnen den richtigen Stromspeicher für Ihr Zuhause. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.