Blockheizkraftwerk

Strom und Wärme 
bei jedem Wetter 

 

 

Mit dem eigenen Kraftwerk energieautark in die Zukunft

Blockheizkraftwerke, kurz BHKW genannt produzieren elektrische und thermische Energie gleichzeitig, also Strom und Wärme. Dies ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht äußerst effizient. Denn durch die doppelte Energieausnutzung erreichen BHKW erstaunliche Wirkungsgrade – vor allem, wenn man sie mit fossilen Energieträgern in Vergleich setzt.

Während der Wirkungsgrad in einem herkömmlichen Kohlekraftwerk zwischen 30% und 40% liegt, können Blockheizkraftwerke je nach eingesetzter Technik Wirkungsgrade bis zu 85% erreichen.

Ein weiterer Vorteil ist wie der Name schon sagt ihre kompakte Größe: Alle notwendigen Module sind in einem kompakten Block zusammengefasst. Meist nicht größer als ein Kühlschrank können sie ein jedem Einfamilien-Haus aufgestellt werden.

 

   Man spricht von unterschiedlichen BHKW-Typen  

Nano-BHKW (unter 2,5 kW)
Anschaffungskosten ab 15.000 Euro. Geeignet für Einfamilienhäuser.

Mikro-BHKW (2,5 – 15 kW)
Anschaffungskosten ab 20.000 Euro. Geeignet für größere Ein- und Mehrfamilienhäuser, Kleingewerbe, öffentliche Gebäude, Schulen, landwirtschaftliche Betriebe …

Mini-BHKW (15-50 kW)
Anschaffungskosten ab 30.000 Euro. Diese sind trotz ihres Namens sehr leistungsfähig und eignen sich für die Energieversorgung von Großbäckereien, Großküchen, Hotels, Krankenhäuser, Wohnanlagen …

BHKW Anschaffung und Instandhaltung

Grundsätzlich ist die Energieeffizienz eines BHKW entscheidend dafür, wie schnell es sich amortisiert. Dabei gilt: BHKW sind umso wirtschaftlicher, je mehr Strom sie produzieren. Allerdings erzeugt ein BHKW nur dann Strom, wenn es eingeschaltet ist und Wärme benötigt wird. Eine Anlage mit kleiner Heizleistung läuft lange, um die notwendige Wärme zu produzieren – dabei entsteht jedoch auch eine größere Menge an Strom, die widerrum für den Eigenverbrauch genutzt oder ins allgemeine Netz eingespeist werden kann*.

Bei passender Dimensionierung und Auslastung eines BHKW amortisieren sich die Kosten nach etwa 10 bis 15 Jahren.

Die Wartungskosten für BHKW können je nach Art der Anlage unterschiedlich ausfallen. In der Entwicklung befinden sich Mikro-BHKWs mit Brennstoffzellen, die wesentlich verschleißärmer arbeiten als Gas- und Dieselmotoren oder auch Dampfkolbenmotoren. Je nach Größe der Anlage fallen die Wartungskosten auch mehr oder weniger stark ins Gewicht

* Einspeisevergütungen sind staatlich festgesetzt und für 20 Jahre garantiert. Sie bieten einen zusätzlichen Anreiz, umweltfreundlichen Strom zu erzeugen. In den meisten Fällen jedoch liegt die Einspeisevergütung unter den derzeitigen Strompreisen. Es ist demnach günstiger, möglichst viel Strom für die Eigennutzung zu produzieren.

In einem herkömmlichen Kraftwerk wird elektrische Energie über einen Verbrennungsmotor produziert, der einen Generator antreibt. Dabei entsteht Abwärme, die ungenutzt über Kühltürme abgegeben wird. In Heizkraftwerken wird diese Abwärme genutzt und als Fernwärme an Haushalte weitergeleitet. In diesem Fall geht die Wärme zwar nicht ganz verloren, doch entstehen beim Transport Verluste. Das Blockheizkraftwerk jedoch überwindet dieses Problem: Es produziert sowohl elektrische Energie wie auch Wärme – und zwar dort, wo Energie benötigt wird, so dass Leitungsverluste möglichst vermieden werden.

Die wichtigsten Komponenten eines BHKW sind Motor, Generator, Steuerungseinheit und Wärmetauscher. Der Motor kann unterschiedlicher Art sein – ein Verbrennungs- oder Stirlingmotor, eine Dampfmaschine, Gasturbine oder zunehmend auch Brennstoffzellen werden als Antrieb für BHKW verwendet. Auch bei der Wahl des Brennstoffs gibt es mehrere Möglichkeiten: fossile Energieträger wie Diesel, Gas und Öl oder Energieträger aus nachwachsenden Ressourcen wie Pellets, Hackschnitzel, aber auch Pflanzenöle, Flüssiggas, Biogas und Methanol.

Die erzeugte Energie wird vom Generator in elektrischen Strom umgewandelt. Gleichzeitig macht der Wärmetauscher die Abwärme des Motors als Heizenergie und zur Warmwasserbereitung nutzbar. Das Prinzip der kombinierten Erzeugung von Wärme und Strom heißt Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Zudem befindet sich in jedem BHKW eine Steuerungseinheit – mal integriert, mal in einem separaten Schaltschrank untergebracht.

Die KfW vergibt auch für die Anschaffung eines BHKWs zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse. Manche Förderungen sind jedoch nur bedingt kombinierbar – so ist ein Kredit für ein BHKW nicht mit einem Zuschuss für Sanierung zu kombinieren, denn die Installation eines BHKWs zählt zur Sanierung dazu. Weiterhin ist darauf zu achten, dass KfW-Förderungen für kleinere BHKW nur dann gelten, wenn Biomasse als Antriebstoff gewählt wird.

Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrenkontrolle, kurz BAFA, zahlt BHKW-Betreibern Zuschüsse. Diese richten sich speziell an die Betreiber von BHKW mit einer Leistung von 15 bis 20 Kilowatt. Je nach Leistung der Anlage vergibt das BAFA einen einmaligen Investitionszuschuss von bis zu 3.500 €.

KfW - Förderung für Mini BHKW und Mikro BHK:
Erneuerbare Energien – Standard

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/Förderprodukte/Erneuerbare-Energien-Standard-(270)/

KfW - Förderung für Großanlagen im Bereich der Erneuerbare Energien:
Erneuerbare Energien – Premium

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/Finanzierungsangebote/Erneuerbare-Energien-Premium-(271-281)/

BAFA - Investitionszuschuss für kleine BHKW: 

http://www.bafa.de/D

BHKW in Kombination mit anderen Heiztechniken

Der bei dem Betrieb eines BHKW anfallende, überschüssige Strom wird häufig ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Eine andere Möglichkeit ist es, den Strom für eine spätere Nutzung zu speichern. Dazu ist ein Stromspeicher nötig. In Anbetracht der sinkenden Einspeisevergütung ist dies in den meisten Fällen die lukrativere Option.

Diese Kombination ist besonders im Winterhalbjahr interessant. In den Wintermonaten reduzieren geringere Sonnenstunden den Energieertrag einer Photovoltaikanlage. In dieser Zeit wird die Stromproduktion durch das BHKW unterstützt. Gleichzeitig entsteht durch den Betrieb des BHKW Wärme, die zum Heizen und der Warmwasserbereitung verwendet wird. Mit kleinen Nano- und Mikro-BHKW kann diese Kombination für Ein-und Zweifamilienhäuser durchaus sinnvoll sein.