Begrünte Dächer
rechnen sich

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ökonomisch + ökologisch

 

 

Gründach: Klimaregulierung für Gebäude und Stadt

Gründächer sind ökonomisch wie ökologisch wertvoll. Sie bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere, entlasten die Kanalisation und dienen gleichzeitig als Klimaanlage. Eine Extensiv-Dachbegrünung hält bereits 40 bis 80 Prozent des Jahresniederschlags zurück. Durch den Regenwasserrückhalt können so jährliche Kosten für Niederschlagswasser eingespart werden.

Immer mehr Industrie- und Gewerbedächer werden aufgrund von Bau- und Naturschutzauflagen begrünt. Das liegt vor allem daran, dass bereits viele Städte in Deutschland die Eingriffsausgleichsvorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes durch die gesplittete Abwassergebühr (Trennung von Schmutz- und Regenwasser) umgesetzt haben.

Ein begrüntes Dach kühlt im Sommer durch die Verdunstung des Regenwassers und dämmt im Winter durch seine Vegetations- und Substratschichten deutlich mehr als ein herkömmlicher Neubau mit Kiesschüttung. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis dem Gründach ein Wert an Wärmedämmleistung zuerkannt wird. Denn es dient als natürliche Klimaanlage und trägt so zur Einsparung von Energiekosten bei.

Schutz vor Temperaturextremen

Der Begrünungsaufbau dient als natürlicher Schutz vor Wind- und Witterungseinflüssen, wie etwa Hagel, Sturm und UV-Strahlung. Die oft anfälligen Dachdichtungen werden vor Extrembeanspruchung wie beispielsweise den Spitzentemperaturen im Sommer und im Winter geschützt. Die Lebensdauer ist in der Regel doppelt so hoch wie bei einem unbegrünten Dach.

Foto: © focusEnergie / Unterkonstruktion

Foto: © focusEnergie / Solargründach

Gründach in Kombination mit Photovoltaik

Eine PV-Anlage lässt sich sehr gut mit einer Dachbegrünung kombinieren. Viele Städte wollen noch grüner werden und werben mit Fördergeldern vor allem bei der Kombination Solar und Gründach.

Dächer mit Bitumenschweißbahnen können Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad Celsius erreichen, Dächer mit Kiesschüttung Werte zwischen 50 und 65 Grad Celsius. Mit begrünten Dachflächen dagegen entstehen wesentlich niedrigere Temperaturen von etwa 35 Grad Celsius. Durch die reduzierte Umgebungstemperatur infolge von Verdunstungskühlung haben die Solarmodule einen höheren Wirkungsgrad.

Das Begrünungssubstrat dient zusätzlich als Auflast für die Unterkonstruktion und somit zur Sicherung der Anlage gegen Abheben oder Kippen. Bei extensiven Begrünungen liegt das Eigengewicht bei circa 80 bis 120 kg/m² und entspricht etwa dem eines lose verlegten Kiesbelages. Unter Verwendung einer entsprechenden Unterkonstruktion ist es möglich, die Solaranlage ohne mechanische Befestigung an der Dachstruktur zu realisieren. So werden Punktlasten vermieden und weitere Kosten wie Dach- und Dichtungsarbeiten können eingespart werden.

Bei größeren Gebäuden können Mehrkosten in der Statik auftreten (z.B. bei Hallenbauweise mit größeren Spannweiten). Diese können jedoch durch Regenrückhaltebecken, Ausgleichsmaßnahmen und weiteren ökologischen wie ökonomischen Vorteilen gegengerechnet werden.

Mit dem richtigen System ergänzen sich Photovoltaik + Gründach perfekt

Aufbau im Querschnitt

  1. Trenn-, Schutz-, und Speicherflies
    schützt die Dachabdichtung und speichert Wasser
  2. Drän- und Wasserspeicherelement
    Vermeidung von Staunässe
  3. Solaraufständerung
    Durch Auflast (Substrat) gehaltenes Element
  4. Extensiv-Substrat
    Benötigt wird eine Mindesthöhe von 8 cm
  5. Dachbegrünung
    Pflanzen mit niedrigem Bewuchs (Sedum), um Verschattung der PV-Module zu vermeiden
  6. Photovoltaikmodul
    Modulneigung von 15 bis 25 Grad

Ausrichtung der PV-Module

  • Süd-Nord-Ausrichtung
    Höhere Stromleistung
    zwischen 12 und 14 Uhr
  • Ost-West-Ausrichtung
    kontinuierlichere Stromleistung
  • Flexible Modulneigung
    auch für engere Reihenabstände
    10, 15, 20 und 25 Grad

Die Vorteile einer Dachbegrünung

Bessere Dachabdichtung

  • Schützt vor Extremereignissen wie Wind und Hagel, aber auch bei UV-Strahlung
  • Doppelt so lange Lebensdauer wie ein unbegrüntes Dach
  • Kosteneinsparung bei Dach- und Dichtungsarbeiten

Hoher Regenwasserrückhalt

  • Entlastung der Kanalisation bei Starkregen das Wasser wird zeitlich verzögert an die Kanalisation abgegeben
  • 30 % bis zu 100 % des Niederschlags können zurückgehalten werden je nach Art der Dachbegrünung
  • Verbesserung des Klimas durch Evaporation und Transpiration. Das zurückgehaltene Regenwasser verdunstet und kühlt dadurch die Umgebung.
  • Abwasserkosten sparen: Möglichkeit der Gebührenminderung bei Städten mit gesplitteter Abwassergebühr

Ökologische Vorteile

  • Natürliche Klimaanlage: Das Gründach dient im Sommer als Hitzeschutz und dämmt im Winter. Bis zu 25 % Heizkosten und bis zu 75 % der Klimatisierung können eingespart werden.
  • Lärmminderung: Schallisolierung aufgrund der Bepflanzung und deren Aufbaumasse
  • Bessere Luft durch Feinstaubfilterung der Pflanzen
  • CO2-Reduzierung: 1 m² Dachbegrünung kann jährlich ca. 5 kg CO2 binden
  • Reduziert die Lufttemperatur in den Städten, kann den Aufheiz-Effekt mindern
  • Mehr Artenvielfalt: Gründächer bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Gründach + Photovoltaik

  • Zweitnutzung der Fläche zur Energiegewinnung
  • Sparen von Energiekosten durch Eigen-Stromerzeugung
  • Zusätzlicher Gewinn durch Einspeisevergütung
  • Zusätzlicher Schutz der Dachhaut
  • Leistungssteigerung der Solarmodule durch Verdunstungskühlung
  • Zukunftssicher und umweltfreundlich durch unabhängige Stromversorgung
  • Einfache Pflege: 2 Mal jährlich einfache Pflegegänge

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