Solarthermie

Mit Sonnenenergie
Kosten senken und Ressourcen schonen

Solarthermie, eine Möglichkeit wie Sie Ihre Energiekosten dauerhaft senken und gleichzeitig Umwelt und Klima schonen.

Rund ein Drittel des gesamten Energiebedarfs in Deutschland wird aktuell für die Beheizung von Gebäuden benötigt – dabei ist vielen Gebäudebesitzern gar nicht bewusst, dass sie ihren Eigen-Energieverbrauch mit dem Einsatz erneuerbarer Energien um ein Vielfaches mindern können.

Unter Solarthermie wird die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme verstanden. Sie kann im privaten Haushalt, im Gewerbe und großflächig in Solarwärmekraftwerken zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu Heizsystemen, die durch Verbrennung Wärme erzeugen, benötigt die Solarthermie zur Wärmeerzeugung lediglich die kostenlose Energie der Sonne.

   Anschaffung und Förderung  

Generell ist fast jedes Haus für die Installation einer Solarthermie-Anlage geeignet. Die Sonnenintensität in Deutschland ist ausreichend, um die Anlagen sinnvoll und effizient betreiben zu können – jedoch ist es bei der Planung wichtig, die Dachfläche und dessen Ausrichtung sowie eventuelle Störfaktoren zu beachten.

Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) unterstützt Solarthermie-Projekte mit Zuschüssen bis zu 20.000 Euro pro Vorhaben. Solarthermie-Kollektoren unter 40 Quadratmeter, die der kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dienen, werden mit bis zu 140 Euro je angefangenem Quadratmeter gefördert; für Kollektoren über 40 Quadratmeter werden sogar bis zu 200 Euro je Quadratmeter geleistet.
Solare Kälteerzeugung wird ebenso – für großflächige Solarthermie-Anlagen – gefördert. In den meisten Fällen lohnt sich die Investition in eine Klimatisierung mit Solarthermie, wenn eine große Nutzfläche und ein hoher Bedarf gegeben sind – etwa in Bürogebäuden, Krankenhäusern, Altenheimen oder Hotels.

  Kosten und Instandhaltung  

Die Rentabilität einer Solarthermie-Anlage ergibt sich im Wesentlichen aus den durch solare Wärmegewinnung gewonnen Einsparungen für fossile Energieträger. Das heißt: Je höher die Gas- und Ölpreise, desto rentabler gestaltet sich eine solarthermische Anlage.
Nach einigen Jahren jedoch haben sich die Kosten für die Installation  amortisiert und im Anschluss lassen sich täglich Geld und CO2 einsparen. Eine Solarthermie-Anlage läuft in der Regel bis zu 30 Jahre mit geringem Wartungsaufwand. Aufgrund steigender Energiepreise, Nutzung von Fördermitteln und Anlagenoptimierung rechnet sich die zunächst teure Anschaffung noch schneller.
Im Schnitt haben solarthermische Anlagen innerhalb von zwei Jahren so viel Energie produziert, wie für ihre Herstellung notwendig gewesen ist.

TIPP: Eine Solarthermie-Anlage lässt sich zum Beispiel noch effizienter nutzen, wenn anstatt der herkömmlichen Geräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Warmwasseranschluss zum Einsatz kommen. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 m² können so bis zu 30% des Wärmebedarfs gedeckt werden. Mit Hilfe großer Warmwasserspeicher und einer großflächigen Kollektorfläche kann so eine Deckung von bis zu 50% des Wärmebedarfs erreicht werden.

 

   Das Prinzip des Systems   

Eine Solarthermie-Anlage besteht im Wesentlichen aus Solarkollektor, Pumpe und Speicher. Der auf dem Dach angebrachte Solarkollektor ist das Kernstück der Anlage. Er sammelt die auftreffenden Sonnenstrahlen ein. Dabei wird die im Kollektor vorhandene Trägerflüssigkeit (ein Wasser-Frostschutzgemisch) erhitzt - ähnlich einem mit Wasser gefüllten Gartenschlauch der in der Sonne liegt. Die Pumpe transportiert die aufgeheizte Flüssigkeit über eine gut isolierte Leitung von den Kollektoren zum Speicher. Sobald dieser vollständig aufgeheizt ist oder die Sonne nicht mehr scheint, schaltet dieser ab. Diesen Vorgang steuert die Solarregelung.

Solarthermie wird zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung genutzt. Je nach Funktion sollte allerdings die Größe der Anlage angepasst werden. Wird sie für beides eingesetzt benötigt man größere Kollektoren und mehr Speicherfläche.
Benutzt man die Anlage ausschließlich zur Warmwasserbereitung, wird ein Trinkwasserspeicher (Solarspeicher) benötigt. Dieser enthält das warme Wasser, welches im Haushalt benötigt wird. Je nach Größe kann im Jahr bis zu 70% Warmwasserverbrauch durch Sonnenenergie gedeckt werden.

Solarthermie in Kombination mit anderen Heiztechniken

In einem durchschnittlichen Haushalt dient Solarthermie meist zur Trink- und Brauchwassererwärmung und Unterstützung der Heizung indem sie mit dem bestehenden Heizsystem kombiniert wird. Dies kann eine ÖL- oder Gasheizung, eine Pelletanlage, eine Wärmepumpe, ein Thermischer Speicher (z.B. Eisspeicher) oder eine Photovoltaikanlage sein.

Photovoltaik-Anlage EFH Kaiserstuhl 5 kWp

Diese Anbindung ist vergleichsweise unkompliziert, jedoch sollte zuvor geprüft werden, inwieweit der vorhandene Heizkessel modernisiert werden sollte. Im Sommer kann die Heizung ausgeschaltet werden da sie nicht mehr zur Warmwassererzeugung benötigt wird. Im Winter übernimmt Sie die Speicherladung der erzeugten Wärme.
Mit der richtigen Kombination von Brennwertkessel, Speicher und Solarthermie-Anlage können Sie so erhebliche Energiekosten einsparen.

Auf einen Blick:
- unkomplizierte Installation
- Fördermittel des BAFA (z.B. bei Kesselmodernisierung)
- Komplettanlagen erhältlich (z.B. für Neubauten)
- erhebliche Einsparungen an fossilen Brennstoffen
- CO2-Einsparung

Diese Kombination ist äußerst umweltfreundlich und zu 100% CO2-neutral. Die Anbindung dieser beiden Komponenten ist ähnlich wie bei einer Öl- oder Gasheizung. Bei der Planung der Pelletheizung sollte bereits im Vorfeld der Einsatz einer Solarthermie-Anlage berücksichtigt werden. Diese kann eventuell kleiner ausfallen. Nicht zu vergessen ist jedoch der nötige Platz für den Speicher und die Lagerung der benötigten Pellets.

Auf einen Blick:
- unkomplizierte Installation
- keine fossilen Brennstoffe
- 100% CO2-Einsparung
- klimaneutrale Heizung
- klimaneutrale Warmwasserbereitung
- bis zu 1/3 Pelleteinsparung möglich
- Fördermittel des BAFA möglich

Zur Bafa-Förderung

http://www.xn--bafa-frderung-nmb.de/

 

Diese Kombination ist ebenso zu 100% klimaneutral und besonders effektiv bei gut gedämmten Häusern. Beide, die Solarthermie-Anlage sowie die Wärmepumpe verfügen über einen Wärmetauscher. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten diese zu kombinieren. Entweder wie bei der Pellet-, Gas- oder Ölheizung oder ed gibt auch die Möglichkeit die solare Wärme der Wärmepumpe zuzuführen, wodurch diese effizienter arbeitet und somit kleiner und günstiger in der Anschaffung ist.

Auf einen Blick:
- kleinere Wärmepumpe möglich
- Effizienzsteigerung der Wärmepumpe möglich
- keine fossilen Brennstoffe
- 100% CO2-Einsparung
- klimaneutrale Heizung
- klimaneutrale Warmwasserbereitung
- hohe Warmwasser-Temperaturen
- Fördermittel des BAFA möglich

Leicht werden Photovoltaik und Solarthermie in einem Atemzug genannt, jedoch handelt es sich dabei um zwei unterschiedliche Systeme: Photovoltaik erzeugt Strom in Solarzellen; Solarthermie erzeugt Wärme in Solarkollektoren. Photovoltaik und Solarthermie können sowohl getrennt voneinander als auch in Kombination genutzt werden.

In der Regel jedoch ist es effizienter die Photovoltaik-Anlage alleine einzusetzten da sich durch einen hohen Eigenverbrauch des erzeugten Stroms die Anlage schneller amortisiert. Wann diese sich lohnt wissen unsere Experten

Die Photovoltaikanlage ist eine umweltschonende, sichere und wirtschaftlich attraktive Alternative zu altmodischen Heizanlagen, die sich das ganze Jahr über lohnt: Im Sommer zum Kühlen und im Winter zum Wärmen.

Auf einen Blick:
- hohe CO2-Einsparung
- teilweise klimaneutrale Heizung
- teilweise klimaneutrale Warmwasserbereitung
- Fördermittel BAFA möglich
- zukunftsfähig

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